OCG Jahresveranstaltung 2014 – Teil 1

OCG Arbeitskreise tauschen sich aus – Neuer Präsident elect – Keynote von Gerfried Stocker

Die OCG Jahresveranstaltung 2014 (6. bis 7. Mai 2014) stand unter dem Motto Daten, Bildung, Kreativität – Rohstoffe des 21. Jahrhunderts und begann mit einem kleinen Symposium, in dem drei OCG Arbeitskreise, die sich mit Daten und deren Sicherheit beschäftigen, ihre aktuellen Arbeitsgebiete vorstellten.

OCG Arbeitskreis-Symposium

Für den OCG Arbeitskreis IT –Sicherheit erläuterten Thomas Bleier und Edgar Weippl die neuesten Abhörtechniken in der IT bzw. aktuelle Bedrohungsszenarien, vor allem durch Social Engineering.

Für OCG Forum Privacy konnte Christof Tschohl aus erster Hand über die Aufhebung der Vorratsdatenspeicherung durch den EuGH berichten. Wolfgang Keck wies an Hand der kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken des BIFIE darauf hin, dass auch bei der Auswahl von externen Projektpartnern auf deren Umgang mit Datenschutz und -sicherheit geachtet werden muss.

Mario Meir-Huber und Martin Köhler vom OCG Arbeitskreis Cloud Computing & Big Data stellten eine Studie über die Marktchancen für Big Data in Österreich vor und präsentierten Apache Hadoop – eine der zentralen Big Data Frameworks.

Das Symposium konnte erste einige Minuten verspätet beginnen, da gerade zu dieser Zeit der Feueralarm in unserem Gebäude aus ungeklärten Gründen losging – wir entschuldigen uns dafür bei allen Vortragenden und BesucherInnen des Symposiums.

OCG Vorstandssitzung

Der OCG Vorstand kooptiere Walter Hötzendorfer, Universität Wien, Mario Meir-Huber, IDC Central Europe GmbH, und Christof Tschohlwww.researchinstitute.at, als Vertreter der OCG Einzelmitglieder.

39. Generalversammlung der OCG

Markus Klemen

Markus Klemen, Präsident elect der OCG

Wichtigstes Ergebnis der jährlichen Versammlung der Vereinsmitglieder:
Die Amtszeit von OCG Präsident Goebl geht im nächsten Jahr zu Ende. Der OCG Vorstand stellte Markus Klemen als Präsident elect vor und die Generalversammlung wählte ihn einstimmig.

Markus Klemen ist geschäftsführender Direktor der SBA Research gGmbH. Er hat an der Universität Wien ein Studium der Wirtschaftswissenschaften absolviert und hat jahrelange Erfahrungen als IT-Sicherheitsberater und IT-Projektmanager.
Markus Klemen ist seit 2004 Vertreter des Institutionellen Mitglieds SBA Research im OCG Vorstand. Seit Jahren berät er die OCG in IT-Sicherheitsfragen und vertritt zur Zeit als Vizepräsident die Institutionellen Mitglieder.

Wir danken unserm zukünftigen Präsidenten dafür, dass er bereit ist, die Aufgabe zu übernehmen und freuen uns auf eine produktive Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Daten, Bildung, Kreativität – Rohstoffe des 21. Jahrhunderts

Hand auf Herz: wissen Sie auf Anhieb, wie die Präsidenten der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt, der Volksrepublik China und Indiens, heißen? [frisch aus Wikipedia: Xi Jinping bzw. Pranab Mukherjee]

Gerfried Stocker Gerfried Stocker

Mit dieser Frage startete Gerfried Stocker, Ars Electronica Center Linz, seine Keynote und wollte damit darauf hinweisen, dass in diese beiden Länder, die jetzt schon allein durch ihre Bevölkerungszahl zu den Big Playern gehören, überhaupt nicht im Interessensfokus der DurchschnittseuropäerInnen stehen. Wie können wir es aber schaffen, Ideen, Produkte oder Lösungen für die Welt der Zukunft zu finden?
Stocker richtete sich da im Besonderen an die TechnikerInnen: Sie kommen aus Stockers Sicht ihrer Verantwortung dazu, Produkte für die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen zu entwickeln bzw. zu optimieren nicht ausreichend nach.
Mehr Kreativität, Nachhaltigkeit und ein Bekenntnis zur sozialen Verantwortung könnten die Schlüssel für dieses Problem sein. Stocker stellte mehrere Projekte vor, die seiner Ansicht nach in diese beiden Faktoren verbinden:

Auch das Thema Datensicherheit und Überwachung streifte Stocker kurz: Er las die Schlagzeilen eines Artikels aus dem Magazin Spiegel vor, in dem es um NSA Abhörpraktiken ging:

Im weltweiten Gewimmel der Funkwellen speichert die US-Regierung alle Signale, Befehle und Gespräche. Die National Security Agency (NSA), der geheimste aller Geheimdienste, lauscht rund um den Erdball und rund um die Uhr – auch in der Bundesrepublik. Letzter spektakulärer Erfolg, der die Beziehungen zwischen Bonn und Washington belastete: die von der NSA abgehörten Gespräche der Chemie-Firma Imhausen mit Libyen.

Dann lies das Publikum raten, aus welchem Jahr der Artikel wäre. Zur allgemeinen Überraschung stammte er schon aus dem Jahre 1989 (Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494509.html). Schon damals wären die Tatsachen auf dem Tisch gelegen, aber erst in den letzten Jahren wird  das Thema von der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. Nicht erst das Internet (das www wurde dieser Tage 25 Jahre alt) habe den gläsernen Menschen geschaffen – Versuche, in das Privatleben einzugreifen, gibt es schon länger. Heute beteiligen sich viele Menschen mit allerlei Kundenkarten und offenherzigen Social Media Profilen freiwillig (und vor allem auch auf eigene Kosten) am Sammeln der Daten.

In der anschließenden Paneldiskussion mit Stocker, Ingrid Schaumüller-Bichl, FH Oberösterreich, Mario Meir-Huber, IDC Central Europe GmbH, Gerald Futschek, TU Wien, und Christof Tschohl, www.researchinstitute.at, wurde erkundet, wie der Rohstoffbegriff auf Daten, Bildung und Kreativität angewendet werden kann. Einig war man sich über die zentrale Bedeutung der Bildung.

Das Publikum der OCG Jahresveranstaltung Paneldiskutanten: Gerti Kappel, Christof Tschohl, Ingrid Schaumüller Bichl, Gerald Futschek und Gerfried Stocker

Mehr zum Thema Bildung gibt es beim der soeben laufenden Symposium Digitale Kompetenzen in der LehrerInnenausbildung, dem zweiten Teil der OCG Jahresveranstaltung 2014.

Wir danken allen Referentinnen für ihren Einsatz und allen Gästen für ihr Kommen.

 

 

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2 Antworten auf OCG Jahresveranstaltung 2014 – Teil 1

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
    Würde mich freuen, wenn sie mich bei der nächsten Sitzung einladen,
    meine These ist:
    Wir lehren und wir lernen falsch,
    ich weiß schon, das dies ein “heißes Eisen” in der Bildungspolitik ist, jedoch kann ich das realtiv einfach beweisen.
    Würde mich auf eine Einladung freuen.

    mfg
    harald matschiner

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