Ohne Bildung 4.0 keine Industrie 4.0

Die OCG war bei der „SMART“, der Fachmesse für industrielle Automatisierungstechnik mit dabei, die vergangene Woche von 10. bis 12. Mai in Wien stattfand. Gerade bei der intelligenten  Vernetzung industrieller Prozesse, heute unter dem Schlagwort Industrie 4.0 bekannt, spielt die informatische Bildung eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur digitalen Transformation. „Ohne Bildung 4.0 wird es keine Industrie 4.0 geben“, betonte Ronald Bieber, Generalsekretär der OCG, bei seinem Vortrag „IoT – Faktor Mensch“ auf der SMART. Auch einige IT- und SW-News wurden auf der SMART präsentiert.

Ronald Bieber bei der SMART 2016

Wir müssen die informatische Bildung in Österreich einfach noch viel mehr verstärken“, sagte Ronald Bieber in seinem Vortrag. Als wichtige Säulen der OCG-Arbeit dabei nannte er den ECDL, den Schul-Wettbewerb Biber der Informatik, Projekte wie WIZIK (Wiener Zauberschule der Informatik) oder Computer Science Unplugged in Kooperation  mit der Stadt Wien sowie generell Informatik-Workshops für Schülerinnen und Schüler, die in den OCG-Räumlichkeiten angeboten werden.

Österreich rangiert derzeit bei „Digitalen Kompetenzen“ EU-weit an neunter Stelle; zwei Drittel der ÖsterreicherInnen haben grundlegende Kenntnisse, aber ein Drittel hat kaum oder keine digitalen Kompetenzen. Die OCG sieht es daher als ihre Aufgabe, die digitalen Kenntnisse der Menschen in Österreich zu verbessern – das  geht nur in Zusammenarbeit mit den maßgeblichen Ministerien, mit  Schulen und Universitäten, aber auch Unternehmen.

Unternehmen sind heute gefordert, die digitale Transformation zu bewältigen und den Weg in Richtung vernetzte Welt und Industrie 4.0 zu beschreiten. Informationstechnologie spielt dabei eine immer wichtigere Rolle, Themen wie Big Data und Analytics, Real Time Reporting, IT-Security und letztlich intelligente Produktion und Dienstleistungen rücken dabei zusehends in den Fokus. Die immer engere Verbindung von Industrie und IT war auch auf der SMART  gut mitzuerleben.

IoT-Neuheiten auf der SMART

Unter den 165 Ausstellern zeigte etwa Siemens anhand zahlreicher Showcases wie dem Maserati „Ghibli“ den Weg in die „digitale Zukunft“. Bei Maserati wurde dank Siemens die Time-to-Market von 30 auf nur noch 16 Monate fast halbiert. Dank dem virtuellen Fahrzeugdesign mit der Siemens CAD-Software NX entwirft der italienische Sportwagenhersteller seine Fahrzeuge nun gänzlich im virtuellen Raum – und konnte so seine Prototypenzahl deutlich senken. Über die PLM-Software Teamcenter sind alle Ingenieure standortübergreifend jederzeit auf dem aktuellen Stand. Der “digitale Zwilling” im virtuellen Raum besteht dabei aus tausenden Einzelteilen, deren perfektes Zusammenspiel genau analysiert und optimiert werden kann.

Automatisierungsspezialist B&R präsentierte seine Vision der „Smart Factory“: Neu und in Österreich erstmals zu sehen war die B&R Visualisierungs-SW mapp View. Damit stellt das Unternehmen das volle Potenzial der Web- und Client/Server-Technologie in der B&R-Automatisierungs-SW Automation Studio zur Verfügung.

Unter dem Motto „Smart Engineering and Production 4.0“ zeigten Eplan, Phoenix Contact und Rittal gemeinsam die komplette vertikale Integration von Daten. So konnten Messebesucher erleben, wie Produktdaten entstehen, für die Erstellung von virtuellen Prototypen genutzt und über standardisierte Schnittstellen bis zur Fertigung weitergereicht werden.

T-Mobile präsentierte auf seinem Messestand gemeinsam mit Microtronics die „IoT-Box“, damit sollen Unternehmen künftig ganz leicht Geräte, Anlagen oder Maschinen vernetzen können. Die Platine sowie das Online Portal bzw. die App wurden von Microtronics entwickelt. „So lässt sich IoT ganz einfach ausprobieren“, meinte Wolfgang Ass von T-Mobile auf der Messe. Als Beispiel wurde auf der Messe ein „intelligenter Kühlschrank“ gezeigt. Mittels IoT Box wird Temperatur und Stromverbrauch gemessen, zusätzlich liefert eine Web-Oberfläche Informationen, wie viele Getränkeflaschen welcher Sorte noch vorhanden bzw. schon entnommen wurden. Damit kann auch der wöchentliche oder monatliche Verbrauch gemessen und künftig danach geplant werden. Die IoT Box ist zum Preis von 39 Euro (exkl. Ust.) in Kürze unter www.t-mobile.at/m2m erhältlich.

Alles über die SMART finden Sie unter www.smart-wien.at

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