Super: Vier neue K1-Zentren mit IT-Schwerpunkt

Pro²Future (Products and Production Systems of the Future), SBA-K1 (SBA-Research – Center for Information Security), CDP (Center for Digital Production) und VRVis K1 (Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung) – gleich vier der sieben neu genehmigten K1-Kompetenz-Zentren sind im Feld IT angesiedelt.

Die OCG gratuliert allen Siegern der Ausschreibung und freut sich über eine Kompetenzsteigerung in den Bereichen Industrie 4.0, Sicherheit und Virtual Reality. Ganz besonders freut uns, dass auch die SBA-Research den Zuschlag als K1 Zentrum erhalten hat – denn SBA-Geschäftsführer Markus Klemen ist auch Präsident der OCG.

Um den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich zu stärken, wurden sieben neue K1-Zentren im Zuge der 4. K1-COMET-Ausschreibung (Competence Center for Excellent Technolgies) Ende Juni genehmigt, sie werden mit 60 Mio. Euro (40 Mio. Bund, 20 Mio. Länder) gefördert. www.ffg.at/comet. Hinzu kommen 63 Mio. Euro von den beteiligten Unternehmenspartnern sowie sieben Mio. Euro von den wissenschaftlichen Partnern. Das Gesamtbudget beläuft sich damit auf 130 Mio. Euro.

Alois Ferscha, Portrait

Prof. Alois Ferscha, JKU Linz, koordiniert das neue K1 Center Pro2Future

Während es sich bei SBA-K1 und VRVis K1 um eine K1-Verlängerung handelt, kommen CDP und Pro²Future als neue K1-Zentren zur Forschung im Bereich Industrie 4.0 hinzu. Mit der aktuellen Entscheidung besteht die Landkarte der österreichischen Kompetenzzentren nun aus fünf K2-Zentren, 17 K1-Zentren und 18 K-Projekten.

Pro²Future (OÖ)

Pro²Future ist das neue K1 Zentrum für Industrie 4.0. Es wird vom Institut für Pervasive Computing der JKU Linz, Prof. Dr. Alois Ferscha, der auch seit Oktober 2015 als Dekan der TN-Fakultät der JKU Linz agiert (siehe dazu Porträt im neuen OCG Journal 02/2016), koordiniert. Damit kooperieren heimische Universitäten und Forschungsinstitutionen (JKU, TU Graz, profactor) sowie internationale Top-Forschungseinrichtungen (u. a. ETH Zürich, MIT Media Lab, CMU, Uni Stuttgart, KIT Karlsruhe) gemeinsam mit den 22 größten und wichtigsten Industrie-Unternehmen aus ganz Österreich (u. a. Voest-Alpine, AMAG, AVL, Andritz, Magna, Fischer, Fronius), um Industriesysteme der Zukunft zu erforschen.  Ab 2017 werden rund 45 ForscherInnen im neuen Pro²Future Zentrum im Einsatz sein.

Team der SBA - Gruppenfoto

Das Team der SBA Research freut sich über die Verlängerung als K1 Center

SBA-K1 (Wien)

Das SBA-K1 umfasst vier thematische Security-Forschungsbereiche: 1. Networked Systems Security, 2. Software Security, 3. Privacy und Secure Societies sowie 4. Applied Discrete Mathematics for Information Security. 2006 mit nationalem Fokus gegründet, hat sich SBA-Research zu einer etablierten Forschungsinstitution mit 80 MitarbeiterInnen entwickelt. Nationale Forschungspartner sind TU Wien, TU Graz, Uni Wien, WU Wien sowie das AIT, international wird u. a. mit der Northeastern University, University of California und Lastline (alle drei USA), MeisterLabs (DE) sowie Xorlab (CH) zusammengearbeitet. Unternehmenspartner sind u. a. Cumulo, Cyan Security Group, HP, Raiffeisen Informatik sowie T-Systems.

VRVis K1 (Wien)

Das als K1 verlängerte Zentrum für Virtual Reality und Visualisierungs-Forschungs-GmbH (VRVis) mit Sitz in Wien hat zum Ziel, den Erfahrungsaustausch zwischen Forschung und Wirtschaft in diesem Bereich aktiv zu fördern.
Neben langjährigen Partnern wie AVL, Geodata, Agfa oder Zumtobel (u. a.) sind auch neue Unternehmen in der neuen Förderperiode dabei, darunter RHI, Swarovski oder GeoConsult, womit das VRVis künftig noch breiter aufgestellt sein wird. Neue akademische Partner sind die MedUni Wien, aber auch ausländische Institute wie Virginia Tech oder die University of Utah. Somit kooperieren insgesamt 22 Industrieunternehmen und zehn wissenschaftliche Einrichtungen mit VRVis im Rahmen der COMET-Projekte. Neuer Länderpartner ist die Steiermark. Projektseitig wird sich das VRVis auf vier Kernbereiche konzentrieren: Visual Analytics,  Complex Systems, Smart Worlds sowie Multiple Senses (dazu gehört die die Entwicklung neuer Interfaces oder die Optimierung von 3D-Druck Verfahren).

CDP – Austrian Center for Digital Production (Wien)

Am IFT (Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik der TU Wien) wird seit mehr als einem Jahrzehnt an Innovationen zur Verbesserung der Produktivität in der diskreten Fertigung gearbeitet. Der Antrag zum CDP wurde von der researchTUb GmbH eingebracht, das in der Seestadt Aspern angesiedelt ist. Durch den Zusammenschluss mit F&E-Partnern im Bereich der IT, Designautomation, der Maschinenbauinformatik und Managementwissenschaften kann das Themengebiet Industrie 4.0 gut abgedeckt werden.
Schwerpunkte sind Virtualisierung von Produktdesign, Produktionsplanung- und steuerung, Orchestrierung von Produktionsnetzwerken, flexible und rekonfigurierbare Automation, Machine-to-Machine-Communication sowie sozioökonomische Effekte von digitaler Produktion. Zu den Unternehmenspartnern zählen Hörbiger, ATOS, EMCO, Rosenbauer, EVVA, Liebherr, Schäffler, HP, OeKB, Welser Profile, Federal Mogul, Nemak und viele mehr. Wissenschaftliche Partner sind u. a. die TU Wien, v-research, ETH-Zürich, Politecnico Milano und KIT-Karlsruhe.

Alle sieben neu bewilligten K1-Zentren (alphabetisch)

ACMIT – Austrian Center for Medical Innovation and Technology (Verlängerung)
CDP – Austrian Center for Digital Production (neu)
FFoQSI – Austrian Competence Centre for Feed & Food Quality, Safety and Innovation (neu)
PCCL-K1 – K1-Center in Polymer Engineering and Science (Verlängerung)
Pro²Future – Products and Production Systems of the Future (neu)
SBA-K1 – SBA Research (Verlängerung)
VRVis K1 – VRVis K1 Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (Verlängerung)

Link: Presseaussendung zu diesem Thema als pdf herunterladen

 

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