Informatik ist spannend – 70 Kinder bei der Preisverleihung

Wirklich schön zu sehen, wie viel Freude Informatik macht. Rund 70 Kinder aus ganz Österreich kamen vergangene Woche zur feierlichen Preisverleihung des “Biber der Informatik” Wettbewerbs, der 2016 bereits zum zehnten Mal von der OCG in Österreich durchgeführt wurde.

Spielerisch in die Welt der Informatik eintauchen, „Computational Thinking“ (informatisches Denken) kennenlernen und spannende Rätsel-Aufgaben lösen – das alles bietet der Wettbewerb „Biber der Informatik“, der von der Österreichischen Computer Gesellschaft seit 2006 in Österreich durchgeführt wird.  Alle Kinder ab der dritten Schulstufe können daran teilnehmen, ein Vorwissen ist nicht notwendig. Die Teilnahme am „Biber der Informatik“ war 2016 von 7. bis 11. November online möglich. Vergangene Woche  kamen rund 70 Kinder aus ganz Österreich zur feierlichen Preisverleihung an die TU Wien. http://www.ocg.at/biber

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Rund 70 Kinder aus ganz Österreich bei der feierlichen Preisverleihung zum Biber-der-Informatik-Wettbewerb 2016 an der TU Wien am 2.3.2017.

Einleitende nette Worte fand Hannes Werthner, Dekan der Fakultät für Informatik, der die Preisverleihung eröffnete, und den Kindern ein wenig über die  TU Wien, aber auch über die Möglichkeiten und Chancen durch Informatik erzählte. OCG-Präsident Markus Klemen stellte danach den Biber-Wettbewerb kurz vor und appellierte an das Publikum: „Man kann sich gar nicht früh genug mit Informatik beschäftigen, deswegen freue ich mich sehr, so viele Kinder und Jugendliche hier zu sehen, die sich mit Informatik auseinandersetzen.” Er gab auch einen persönlichen Einblick: „1986 haben mir meine Eltern einen Computer gekauft, das war das beste Geschenk.“ Allerdings gab es vor dreißig Jahren viele Dinge noch nicht, Internet, Mobiltelefon oder Social Media waren in den achtziger Jahren noch kein Thema.

Rekord-Teilnahme 2016: Über 21.000 Kinder

Gerald Futschek, erfahrener Informatik-Didaktik-Experte, Professor am Institut für SW-Technik an der TU Wien, OCG-Vorstandsmitglied und Initiator des Biber-Wettbewerbs in Österreich, präsentierte schließlich Fakten zum Biber-Wettbewerb: Über 21.000 Mädchen und Buben haben beim Jubiläumswettbewerb Biber der Informatik 2016 mitgemacht, das ist eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (rund 16.000 Teilnehmer) Interessant ist, dass nur unwesentlich mehr Buben (10.836) als Mädchen (9.508) mitgemacht haben. Geehrt wurden jetzt die national besten Kinder und Jugendlichen, die die höchsten Punktezahlen beim Biber-Wettbewerb erzielen konnten.

Im Herbst startet „Schule 4.0“

Jede Altersstufe erhielt gestern separat Urkunden und Preise, die Urkunden wurden von Heidrun Strohmeyer, Gruppenleiterin Informationstechnologie im Bildungsministerium, übergeben, die über die neue Digitalisierungs-Strategie „Schule 4.0“ des Ministeriums berichtete. Im Herbst wird damit gestartet. „Neben Lesen, Schreiben und Rechnen kommt jetzt die digitale Kompetenz als vierte Kulturtechnik hinzu. Kein Kind soll künftig die Schule verlassen, ohne bestimmte digitale Kompetenzen zu haben“, betonte Strohmeyer. Während in der Volksschule künftig spielerisch informatisches Grundwissen gelehrt wird, wird in der Unterstufe ab Herbst die verbindliche Übung „digitale Grundbildung“ eingeführt. Auch die LehrerInnenbildung ist entscheidend, dafür wird der Lehrgang „IT Didaktik und Medienbildung“ eingerichtet. Ebenso relevant ist die notwendige IT-Infrastruktur sowie Lehr- und Lernmaterialen, dafür wird gerade ein Webportal, die „eduthek“ eingerichtet. Gedruckte Schulbücher sollen da auch als E-Books zur Verfügung stehen. „Im Schuljahr 2018/19 wollen wir dann interaktive Schulbücher anbieten“, sagte Strohmeyer.

Für die jüngsten Preisträgerinnen und Preisträger (3. Bis 6. Schulstufe) wurden überdies die brandneuen „Biber-der-Informatik“-Spielkarten überreicht, für alle Kinder gab es zur Auswahl noch spannende Coding-Bücher oder einen Micro:bit Starter Kit. Am Nachmittag konnte die Kinder an spannenden Informatik-Workshops teilnehmen, die von Professoren der TU Wien betreut wurden: Gerald Futschek betreute die Kleinsten in der  „Zauberschule der Informatik“, Martin Kampel vermittelte Unterstufen-SchülerInnen, wie sie ihre Privatsphäre im Internet schützen können und Hannes Kaufmann lud Oberstufen-SchülerInnen im Virtual Reality Labor dazu ein, selbst mit VR-Brillen zu erleben, welche Möglichkeiten sich mit Virtual Reality eröffnen.

Service:

Zur Teilnahme am Biber-der-Informatik-Wettbewerb ist kein Vorwissen notwendig. Der nächste Biber-Wettbewerb findet im November 2017 statt. Einzige Voraussetzung ist die Registrierung durch eine Lehrperson, die dann auch die Abwicklung des Wettbewerbs an der Schule übernimmt. Probeaufgaben stehen jetzt schon online zur Verfügung. http://wettbewerb.biber.ocg.at/

Materialien für den Unterricht: Die Biber-Aufgaben-Hefte sowie die vom Bildungsministerium geförderten Biber-der-Informatik-Spielkarten (7 bis 10 Jahre) können von interessierten LehrerInnen/Schulen kostenlos bei der Österr. Computer Gesellschaft (OCG) angefordert werden. Information und Kontakt: OCG, Fr. Elisabeth Maier-Gabriel, Tel. 01/5120235-18  Elisabeth.Maier-Gabriel@nullocg.at

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